Über mich

Nach meinem Studium war ich hauptsächlich im nationalen und internationalen Vertrieb tätig. Im Großen und Ganzen ist das auch der Job, der zu mir passte. Mir macht es Spaß unterwegs zu sein und neue Menschen kennen zu lernen.

Doch ich hatte das Gefühl, dass ich irgendetwas nachrannte, und zwar schon seit Jahren. Das Problem war, ich wusste nicht, was es war.

War es Geld oder die Karriere?

War es Anerkennung oder wollte ich es denen zeigen, die mich in der Schule gemobbt haben (ich war immer der, der als letztes in die Fußballmannschaft gewählt wurde). Ich wusste es einfach nicht. Also rannte ich immer weiter und weiter.

Ich rannte so lange, bis ich irgendwann keine Energie mehr hatte. Der Wendepunkt geschah also an diesem einen verregneten Wintermorgen irgendwo in der Mitte Deutschlands. Ich fuhr auf der Autobahn und aus dem Nichts fing ich an, unglaublich heftig zu weinen. Alles um mich herum war plötzlich verschwommen. Ich hatte Panik, denn ich sah nichts mehr, war aber auf der Autobahn unterwegs.

Ein paar Minuten später fand ich mich auf wundersame Weise auf einem Parkplatz wieder. Irgendwie habe ich es auf diesen Parkplatz geschafft, wie, das weiß ich bis heute nicht! Ich versuchte, mich zu sammeln und rauszufinden, was geschehen war.

Wie es aussieht, hatte ich gerade einen Nervenzusammenbruch erlitten. Was ich an diesem Tag dann noch getan habe und wie ich heimgekommen war, weiß ich heute nicht mehr. Der Arzt schrieb mich am nächsten Tag auf unbestimmte Zeit wegen BurnOut krank.

Aus heutiger Sicht kann ich sagen, dass mir in diesem Augenblick mein inneres Ich, meine Seele, Gott oder eine höhere Kraft, wie auch immer du es nennen magst, etwas mitteilen wollte:

‚Junge, wenn du nicht selbst drauf kommst, dann eben auf die harte Tour.

Bis hierher und nicht weiter. Du bist lange genug in die falsche Richtung gerannt.‘

Genau diese innere Kraft hat mich sicher auf diesen Parkplatz gebracht, da bin ich mir heute absolut sicher. Das wurde mir aber erst rund zwei Jahre später bewusst.

Die Botschaft, die ich an diesem Tag auf der Autobahn erhalten habe, nahm ich mir zu Herzen. Schließlich war das schon mein 2. Burnout in meinem Leben. Ich begab mich von nun an auf die Suche, was meine für mich bestimmte Richtung war.

Es sollten weitere zwei Jahre vergehen, bis ich endlich MEINE Richtung gefunden hatte. In diesen zwei Jahren versuchte ich viel auf eigene Faust, um mein Leben zu verändern. Viele Dinge habe ich ausprobiert, aber irgendwie kam ich nicht zu meiner inneren Quelle.

Erst mit Unterstützung eines Coaches konnte ich dann MEINEN Weg finden. Er zeigte mir, wie ich mein Grundvertrauen aktivieren und meinen inneren Schatz heben kann. Endlich konnte ich mein Leben neu beginnen. Endlich fand ich MEINE Quelle, die mich im Leben und auch im Job immer mit genug Energie versorgt.

Heute renne ich nichts und niemanden mehr nach, weil ich bereits angekommen bin. MEIN Weg ist es, selbst zu entscheiden, was ich tue, wo ich lebe und mit wem. Ich weiß ganz genau, dass meine Entscheidungen richtig sind.

Ich bin unabhängig von der Meinung anderer. Nach langer Suche und zwei Burnouts kann ich heute sagen, dass ich angekommen bin.

Ich habe mein Leben komplett neu gestartet. Ich bin beruflich erfolgreicher, trotz weniger Überstunden.

Ich habe mir mein Traumhaus gebaut und wohne an einem wunderschönen Ort in den Bergen.

Ich habe eine wundervolle Familie und bin mindestens fünf Tage in der Woche ganztags zuhause.

Ich sehe meine Kinder aufwachsen und wir können fast jeden Tag gemeinsam Mittagessen.

Einige Menschen haben mich bereits gefragt, wie auch sie ihren Weg raus aus dem Burnout finden können.

Diesen Menschen möchte ich helfen, neu durch zu starten, in dem ich meine Geschichte und Erfahrungen in Vorträgen, Reden und auch Einzelgesprächen weiter gebe.

Denn alle Menschen haben es verdient, glücklich zu sein.