Ist dein Chef dein Kunde?

Die meisten Menschen gehen zur Arbeit und erledigen dort die Aufgaben, die ihnen angeschafft werden. Daraus erschaffen sich die meisten Menschen das sprichwörtliche Hamsterrad. Von innen betrachtet sieht es zwar aus wie eine Leiter, die man nach oben klettert, im Endeffekt ist es aber jeden Tag nur das selbe. Zumindest entwickelt sich diese Denkweise.

Wir wissen durch die Gallup-Studien der letzten Jahre, dass in Deutschland 85% der Arbeitnehmer unmotiviert zur Arbeit gehen. Davon sind 25% so frustriert, dass sie willentlich dem Unternehmen sogar schaden.

Heute möchte ich mit dir über eine Möglichkeit sprechen, wie du deine Arbeit aus einer anderen Perspektive sehen kannst und dich auch selbst motivieren kannst.

Stell dir vor, du würdest die Arbeit, die du heute als Angestellter oder Arbeiter verrichtest als Selbstständiger machen. Ich meine damit, die Firma, für die du jetzt arbeitest, hätte dich engagiert, die Arbeit auf Rechnung durchzuführen. Um es deutlicher zu sagen: Deine jetzige Firma wäre dein Kunde.

Wie würde sich deine Einstellung zur Arbeit durch diesen Gedanken verändern? Würdest du dich mehr bemühen, eine bessere Leistung abzuliefern? Würdest du ganz genau darauf achten, dass du die Aufgaben, die dir aufgetragen wurden, auch so zu erledigen, wie sie gewünscht sind?

Um diesen Gedanken zu vertiefen und deine Sicht auf deinen aktuellen Arbeitgeber als Kunden zu schärfen, kannst du dir folgende Fragen stellen und beantworten:

  • Was genau ist meine Dienstleistung für meinen Kunden (Arbeitgeber)?
  • Wer ist diejenige Person im Unternehmen, die über meine Bezahlung bestimmt (das ist genau genommen dein Ansprechpartner bei deinem Kunden, der dich engagiert hat und dich für deine Leistung bezahlt; auf diese Person konzentrierst du dich, denn dieser Person bist du die Leistung schuldig)?
  • Was würde mit deinem Kunden passieren, wenn deine Dienstleistung von heute auf morgen wegbricht? Mit dieser Frage kannst du rausfinden, wobei du deinem Kunden wirklich hilfst und welches Problem du löst. Formuliere genau aus dieser Frage dein „Angebot“ (Problemlösung) für deinen „Kunden“.

Was kann passieren, wenn du aus dieser Sichtweise deine Arbeit neu betrachtest?

  • Dir wird bewusst, dass dein Arbeitgeber ohne dich ein größeres Problem haben wird.
  • Dir wird bewusst, dass du deinem Arbeitgeber bei einem wirklichen Problem hilfst.
  • Dir wird bewusst, dass du ein Teil des gesamten Erfolges deiner Firma bist.


Was wird in der Firma passieren, wenn du deine Sichtweise auf deine Arbeit so änderst?

  • Deine Ergebnisse werden wesentlich besser sein (schneller erledigt, genauer erledigt,…)
  • Dein Chef wird deine neue Arbeitsleistung bemerken und nach einer Zeit wird sich das für dich auszahlen.
  • Deine Arbeitskollegen werden dich als Vorbild sehen, weil du jede Aufgabe mit hoher Motivation erledigst, schließlich bedeutet nun jede erfolgreich erledigte Aufgabe mehr Zufriedenheit deines „Kunden“, was zu Folgeaufträgen führen wird und das heißt, mehr Verantwortung und auch mehr Geld.

Stichwort Folgeaufträge: Als Selbstständiger ist es sehr hilfreich, wenn man Folgeaufträge bekommt, da die Neuakquise von Kunden sehr lange dauern kann oder viel Energie kostet. Deswegen sollte es dein Ziel sein, Folgeaufträge zu erhalten. Folgeaufträge bekommt man, wenn der Kunde zufrieden mit der abgelieferten Leistung ist.

Wie kannst du deinen „Kunden“ davon überzeugen, dass du Folgeaufträge bekommen kannst und dafür auch mehr Geld verlangen möchtest. Da der „Kunde“ zufrieden mit dir ist, wird er dich halten wollen und dir auch mehr bezahlen.

So wie Handwerker oder auch Projektmanager einem Kunden eine Auflistung der erbrachten Leistung bei der Abrechnung zur Verfügung stellen, so solltest du das auch bei deinem Chef tun (derjenigen Person, die dein Gehalt bestimmt). Schreibe also regelmäßig mit, welche Aufgaben du erfolgreich erledigt hast. Achte dabei besonders auf Bemerkungen, ob du die Aufgabe besonders schnell oder besonders genau erledigt hast. Ein weiterer Tipp ist, dass du auch dazu schreibst, welche Auswirkungen die besonders schnelle Erledigung für die Firma oder deinen Chef gehabt hat. Zum Beispiel kann es sein, dass sich die Firma einige tausend Euro erspart hat, weil du einen Bericht rechtzeitig bearbeiten konntest, und noch ein paar Zahlen berichtigt hast.

Mit dieser Liste der erbrachten Leistung gehst du in dein Personalgespräch und kannst 20-30% mehr Gehalt fordern. Schließlich hast du ja den Beleg dafür, dass du es Wert bist. Du weißt auch, dass du ein Problem für die Firma löst und so deinen Chef = Kunden ein entspannteres Arbeitsleben ermöglichst.

Ich bin gespannt, was dir zu dieser Sichtweise einfällt. Schreibe mir doch in den Kommentaren deine Ideen und vielleicht auch Erfahrungen.

Wenn du Unterstützung brauchst, um rauszufinden, welches Problem du für deinen Kunden=Chef wirklich löst, dann melde dich bei mir. Ich habe dazu einen kurzen Workshop erstellt, indem du rausfinden wirst, was du deinem Chef wirklich bringst und wie du dich im Unternehmen besser „verkaufen“ kannst. Das wird dir letztendlich wieder um einiges mehr an Motivation in deinem Job bringen. Schreibe mir einfach hier eine Nachricht.

Viele weitere Impulse für dein (Arbeit-)Leben findest du in meinem neuen Buch:

Sommerliche Grüße!

 

 

 

 

 

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